Mitgliederversammlung: TuS 1912 Rockenberg –attraktives Sportangebot, Manfred Ehrlich ist neuer erster Vorsitzender

Am vergangenen Freitag, den 15.03.2019 fand die ordentliche Mitgliederversammlung 2019 des TuS 1912 Rockenberg statt. Um 20.10 Uhr eröffnete der 1. Vorsitzende Klaus Neubauer die Versammlung mit dem Dank an alle Helfer der verschiedenen Veranstaltungen. Er stellte die satzungsgemäße Einladung und Beschlussfähigkeit fest und begrüßte die 54 erschienenen Vereinsmitglieder, besonders die beiden ehemaligen Vorsitzenden Jürgen Edelmann  und Otto Seesemann sowie die Abteilungsleiter.

Die Mitgliederzahl sei leider etwas rückläufig, aber mit 900 Mitgliedern immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Er führte das u.a. auf die Dellen derzeit im Kinderturnen zurück, wo es 2018 vorübergehend keine Übungsleiter gab und rückläufige Zahle auch im Jugendfußball.

Er dankte allen Übungsleitern und Organisatoren für Ihren Einsatz in den Abteilungen  und lobte die gute Zusammenarbeit auch dieser im Vorstand, es gehe sehr konstruktiv zu. Sorgen bereiten ihm die teils drastischen Beitragserhöhungen der Sport-Dachverbände, wodurch man für das kommende Jahr 2020 sicherlich eine Beitragsanpassung für das Jahr 2021 anpeilen müsse.

Erster Tagesordnungspunkt war die Wahl von Adrian und Dominic Herbert als Beurkunder des Protokolls.

Im Anschluss daran gedachte die Versammlung der im Berichtszeitraum verstorbenen Vereinsmitgliedern Franziska Güntner, Reinhold Markus Groß, Lilli Merz, Elisabeth Heller, Marianne Klein du Rosel Langsdorf.

Die vorliegende Tagesordnung wurde anschließend ohne Einwände von der Versammlung genehmigt, es lagen keine Anträge an die Versammlung von Mitgliedern vor.

Daraufhin wurden treue Vereinsmitglieder für Ihre langjährige Zugehörigkeit zum TuS Rockenberg ausgezeichnet.

Zunächst erläuterte Klaus Neubauer, man habe den Vorstandsbeschluss aus 2013, wonach Mitglieder aufgrund Erreichens einer Mitgliedschaftszeit in Kombination mit gewissem Alter automatisch zu beitragslosen Ehrenmitgliedern vorgeschlagen  und ernannt werden, geändert. Die Regelung sei für die Überwachung lückenhaft und erschwere die Möglichkeit aufgrund ihres Einsatzes besonders verdiente Mitglieder herauszuheben.

Beispielhaft dafür ist Horst Edelmann, der auf Beschluss des Vorstandes vorgeschlagen wurde zur Ernennung zum Ehrenmitglied, was die Versammlung einstimmig bestätigte. Die zukünftige Regelung lautet also „Ehre wem Ehre gebührt und der Vorstand schlägt seine Beschlüsse zum Thema Ehrenmitgliedschaft zukünftig der Versammlung vor.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Hildegard Bodenröder, Uwe Wiesner, Sabine Wiesner, Petra Rudzok-Anselm, Moritz Wiesner, Pia Krämer, Birgit Pauly, Jutta Pauly, Jürgen Springer, Carolin Karber, Thilo Hildebrandt,  Andreas Karmedar, Simone Sagert und Steffen Hantschel geehrt.

Für 40-jährige Vereinstreue wurden Theresia Stieler, Sabrina Stary-Exner und Jörg Kaiser ausgezeichnet.

Bereits 50 Jahre im TuS sind Otto Seesemann, Hans-Josef Landvogt, Werner Weckler, Clemens Weckler, Thomas Decher, Klaus Pröll und Michael Roth.

Während den Ehrungen ergriff Otto Seesemann das Wort, ihn erfreuen die Pläne zur Sanierung des Vereinsheims, er erinnerte an den Bau unter seiner Leitung mit Einweihung zum Fest 1972 (50 Jahre Fußball, 60 Jahre TuS), 50 Jahre später sei für eine solche Maßnahme sicher der richtige Zeitpunkt gekommen.

Es folgten die Berichte des Vorstandes und der Obmänner.

Schriftführer Phillip Neubauer verlas den Bericht des Vorstands.

Er lobte vor allem die konstruktive Zusammenarbeit zwischen den

Abteilungen in dem Gremium.

Die Abteilungsleiter haben im Rahmen Ihrer Etats große Handlungs-und Entscheidungsfreiheit, das eigenverantwortliche Handeln erleichtert die Arbeit im Vorstand. Die neue Datenschutzverordnung wurde den Abteilungen ausgehändigt und Maßnahmen zur Umsetzung besprochen. Auch über die Pläne für den Umbau des Vereinsheims wurde öfter gesprochen.

Den Bericht der Fußballer verlas Abteilungsleiter Manuel Barufe.

Er sprach die Aufbruchsstimmung an im Verein, die vielen Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur, welche bereits umgesetzt, in Arbeit oder in Planung sind – es bewege sich derzeit sehr viel, das sei sehr positiv. So wurden die Zäune rund um den Sportplatz in Eigenarbeit erneuert und auch die Errichtung der Auswechselbänke gehe voran – ein Projekt welches der Verein Gönnern zu verdanken habe.

Er erläuterte nochmal den Mitgliedern, dass man sich aufgrund der beruflichen Veränderung von Trainer Volker Heerdt zur Winterpause von ihm trennen musste und nun bis zum Saisonende mit einer internen Lösung weiter arbeite.

Kulturell liefen die Veranstaltungen Pfingsten, Lumpenball und Weihnachtsmarkt wieder hervorragend. Auch die Abschlussfahrt nach Österreich war sehr stimmungsvoll, dieses Jahr fährt man  nach Berlin. Als Zeichen der besser werdenden Zusammenarbeit mit den Abteilungen plane man mit dem Breitensport ein neues breiteres Konzept für Pfingsten und für Ende des Jahres eine Skifreizeit mit allen interessierten Mitgliedern.

Auch das Konzept des neuen Vereinsheims sieht ja vor, das dort auch der Breitensport Nutzen davon hat, der Verein also auch hier räumlich enger zusammen wachsen solle.

Man stehe mit den verschiedenen Gremien und Fraktionen in gutem Kontakt, und die generelle Resonanz sei keinesfalls so negativ wie der Zeitungsbericht, in welchem leider auch völlig falsche Zahlen kolportiert wurden. Für die Mitglieder ist ein gesonderter Informationsabend geplant, wo nochmal separate Einladungen versendet werden. Das Projekt sei keine reine Sache der Fußballabteilung, sondern werde von den Kollegen im Vorstand aus dem Breitensport massiv unterstützt.

Im sportlichen Bereich sieht Barufe den zentralen Punkt in der Jugendarbeit, welche aufgrund der aktuellen Delle dringlich gefördert werden muss. Ein erster Schritt war das von dem aufwendig betriebenen WM-Studio trotz schlechtem Abschneidens der deutschen Mannschaft die anvisierte Anschaffung einer Vereinsjacke für alle Aktiven im Verein von Jung und Alt sowie alle sich zugehörig fühlenden Helfern aus dem Umfeld realisiert werden konnte. Er danke außerdem allen Gönnern, Sponsoren und Helfern aus dem Umfeld.

Der neue Jugendleiter Adrian Herbert sprach danach über die Entwicklung im Jugendfussball.Er stellte die aktuelle Lage dar, und bemängelte das es zu wenig junge qualifizierte Betreuer aus dem eigenen Verein gäbe, das sei mit Sicherheit eine der wichtigsten Stellschrauben um die Jugendarbeit zu fördern und wieder mehr Jugendliche zu begeistern. Das Projekt mit den Jacken sei zur Förderung der Identifikation ein guter Schritt gewesen, sie fanden großen Anklang. Man arbeite derzeit an neuen Konzepten  und Maßnahmen um die Situation wieder zu verbessern, allerdings steht der TuS mit dem Problem keineswegs alleine dar – die generelle Lage des Jugendfußballs sei sehr kritisch, selbst in den jüngsten Jahrgängen gibt es schon fast nur noch Spielgemeinschaften im Kreis, welche immer mehr Vereine zusammen führen müssen um Mannschaften stellen zu können. Es ist auch ein gesellschaftlicher Trend. Es bringe aber nichts den Kopf in den Sand zu stecken, sondern man muss sich noch mehr anstrengen und neue Wege gehen – eine Verbesserung der Infrastruktur wie beim Großprojekt Sportlerheim wäre natürlich wegweisend.

Für das Kinderturnen sprach Sylvia Springer. Derzeit gibt es 4 aktive Gruppen im Kinderturnen mit insgesamt ca. 70 aktiven Kindern. – Eltern/Kind, Kindergartenkinder, Grundschulkinder und kindergeräteturnen bei Rafael Dietrich.

Gerade im Bereich Kindergartenkinder und Kindegeräteturnen werden Eltern gesucht die ggf. auch abwechselnd assistieren um eine bessere Betreuung durch die Übungsleiter zu gewährleisten. Bei den Gaueinzelmeisterschaften im März 2018 nahmen Jonas Greinig, Johannes Müllerklein, Lorenz Dinzer und Eliah Müllerklein erfolgreich teil.  Der TuS richtete im November 2018 die Gaumannschaftsmeisterschaften aus, konnte aber keine Mannschaft melden, da aufgrund der frühen Hallenzeiten und den immer längeren Schulzeiten viele Kinder kaum noch trainieren konnten für eine gezielte Wettkampfvorbereitung – auch hier gibt es also gesellschaftlich-strukturell bedingte Probleme für die Vereine.

In den Osterferien kann von interessierten Kindern und Jugendlichen wieder das Sportabzeichen erworben werden. Generell gilt – wenn Kinder und Jugendliche Interesse haben können Sie gerne beim TuS reinschnuppern und mit machen, neue Sportlerinnen und Sportler sind immer willkommen.

Für den Breitensport Senioren sprach Christine Dietz – dort sind derzeit  ca. 200 Mitglieder aktiv dabei. Es gibt dauerhaft stattfindende Sportangebote aber auch temporäre Kurse. Das Angebot reicht von Aerobic, Body Harmony, Bauch-Beine-Po, Stepaerobic, Zumba, Felchenkreis, Pilates oder diversen Gymnastikgruppen, darunter auch zwei reine Männergruppen. Zeiten und aktuelle Kurse sind immer auf der Website des TuS https://tus-rockenberg.de/ einzusehen.

Neu im Programm ist ein ATP ´-Kurs – hier werden für Senioren über 60, welche sonst keinen Sport mehr treiben können, Bewegungen für den Alltag mit entsprechenden Übungen  beigebracht. Aufgrund Platzmangels in der Wettertalhalle finden 4 Kurse derzeit in Steinfurth im Yoga Raum statt.

Jürgen Springer erläuterte den Kassenbericht 2018 und den Ansatz für 2019, er zog dabei eine insgesamt positive Bilanz der Verein entwickelt sich insgesamt stabil.

Auf Antrag der Kassenprüfers Maximilian Groß wurde der Vorstand einstimmig entlastet und der Haushaltsplan genehmigt.

Es folgte die Neuwahl des Vorstandes.

Die Versammlung bestimmte Jürgen Edelmann als Wahlleiter.

Klaus Neubauer trat wie angekündigt nicht mehr zur Wiederwahl als 1. Vorsitzender des TuS an.

Als Nachfolger wurde Manfred Ehrlich vorgeschlagen und von der Versammlung gewählt. Manfred Ehrlich war bisher für die Fussballabteilung als Beisitzer im Vorstand und zuvor über viele Jahre Jugendleiter im Jugendfußball, verfügt also über jahrelange Erfahrung in verantwortlichen Positionen des Vereins.

Für den bisher vakanten Posten des 2. Vorsitzenden wurde Martin Müller vorgeschlagen und von der Versammlung gewählt. Martin ist ein Neueinsteiger im Gremium, er ist seit 2018 Beisitzer im Spielausschuss und bei der SOMA aktiv, spielte auch aktiv für den Verein.

In ihren Ämtern bestätigt wurden Jürgen Springer (1. Kassierer), Anne Pröll (1. Beisitzer) und Rafael Dietrich (Sportwart).

Der Ältestenrat wurde en block im Amt bestätigt. Dieser besteht aus, Hans Wokittel Wolfgang Holaschke, Egon Witzenberger und Josef Kraus.

Da Gerrit Miller als Kassenprüfer nach 2 Jahren ausschied, wurde Yanik Jochim als Nachfolger gewählt. Maximilian Groß bleibt noch ein Jahr im Amt.

Nach den Wahlen bedankten sich Manfred Ehrlich und Ex-Vorstandsmitglied Wilhelm Weil bei Klaus Neubauer für seinen Einsatz in den vielen Jahren, in welchen er auf verschiedenen Positionen gewirkt hatte.

Gegen 22:20 Uhr schloss Klaus Neubauer nach einer kurzen Aussprache die Versammlung und wünschte allen Mitgliedern ein gesundes und sportlich erfolgreiches Jahr 2019 und dem neuen Vorstand ein glückliches Händchen.

Bookmark the permalink.

Comments are closed.